Paar- und Sexualtherapie, Partnercoaching

DYADE - Praxis für Männer

Dipl.-Psych. Manfred Soeder, Düsseldorf + Kassel

Paartherapie Sexualtherapie Freie Termine

Regeln

 

Hintergrund
  • Ein Paarproblem ist wie eine große Person, die im Kino vor Ihnen sitzt: es nimmt einem die Sicht auf das Wesentliche!
  • Ungelöste Konflikte in der Partnerschaft nehmen beide Partner oft so in Beschlag, dass sie verlernen, das Positive zu suchen und zu vermehren.
  • Desinteresse des Partners ist eine der häufigsten Klagen sowohl von Männern als auch von Frauen.
  • Fragen führt zu neuen Informationen und Sichtweisen, und löst mehr Probleme als Diskutieren.

 

Entwicklung
  • Verhaltenstherapeutische Kommunikationsübungen basieren auf der Idee, dass Paare Lerndefizite haben.
  • Paare sind nach unserer Beobachtung kommunikationsfähig, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
  • Es ist Zeit vorhanden (Entspannung).
  • Es wird zugehört (Interview-Regeln).
  • Es wird im Erleben ein Selbstbezug hergestellt.
  • Es geht um Wirklichkeiten, statt um Wahrheit.
  • Entwicklung von systemischen Karten in der Praxis

 

Interviewkarten
  • Jeweils etwa 60 Karten (DinA6) zu den Themen
  • Partnerschaft (DyadePartnerinterview I)
  • Sexualität (DyadePartnerinterview II)
  • für 15 bis 30-minütige Paargespräche über einen längeren Zeitraum
  • Partnerschaft: „Woran erkennst Du, dass Dir etwas in der Beziehung fehlt? “
  • Sexualität: „Welche Vorstellungen hattest Du früher einmal über Sexualität, die Du heute für unangemessen hältst? “

 

Rahmenbedingungen
  • Wechselnder Interviewer
  • Nicht mehr als ein Interview täglich
  • Zwei bis vier Interviews pro Woche
  • Zeit vorher absprechen und reservieren
  • Störungsquellen eliminieren
  • Karte blind aus dem gemischten Stapel ziehen
  • Bereits genutzte Karten separat ablegen

 

Grundregeln
  • Der Interviewer darf nur Fragen stellen.
  • Der Interviewte darf nur Fragen beantworten.
  • Das Gesagte darf mindestens drei Tage lang nicht kommentiert werden.
  • Es darf geschwiegen und nachgedacht werden.
Interviewer-Regeln
  • Keine rhetorischen, geschlossenen, oder suggestiven Fragen
  • Keine versteckten Kommentierungen in den Fragen
  • Jede Anschlussfrage muss vertiefend daran anknüpfen, was der Andere gesagt hat.
Interviewten-Regeln
  • Selbstreflexion
  • Keine Hypothesen über den Anderen
  • Keine persönliche Bewertung des Anderen

 

Offene Fragen

Geschlossene Fragen sind Fragen, deren Antwort aus einer begrenzten Menge von Antwortmöglichkeiten ausgewählt werden müssen

  • Ja / Nein
  • 1, 2 oder 3

Offene Fragen sind Fragen, deren Antwort aus einer unbegrenzten Menge stammt

  • Wann, wie, wo, warum ...

 

Selbstreflexion

Die Aufgabe des Interviewten besteht darin, den Selbstbezug in seinen Aussagen langfristig zu erhöhen,

  • Selbstoffenbarung (Ich-Bezug)
  • Selbstwirksamkeit (Eigenanteil in Prozessen)
  • Selbsterkenntnis (Selbst-Hypothesen)

und Appelle, Bewertungen sowie die Bildung von Hypothesen über den Partner weitgehend zu unterlassen (Du-Botschaften).

  • keine Kritik
  • keine Forderungen
  • keine Abwertungen

 

Emotionale Kommunikation

Paargespräche in gefährdeten Partnerschaften tendieren zur Verflachung der Kommunikation

  • Rationalisierungen, Rechtfertigungen
  • Ablenkungsmanöver, Schweigen

Psychisches Erleben spielt sich auf drei Ebenen ab:

  • Kognitiv (gedanklich)
  • Emotional (gefühlsmäßig)
  • Physiologisch (körperlich)

Ziel des Partnerinterviews ist es, intuitive Regulationsmöglichkeiten durch Feedback auf der physiologisch-emotionalen Ebene zu schaffen.